Aufstieg von Oligarchie und ihre Verbindung ins russische Machtzentrum anhand eines Fallbeispiels
Boris Beresowski
Ein Fallbeispiel für den Aufstieg eines Oligarchen in Russland ist der Aufstieg von Boris Beresowski. Beresowski war ein Geschäftsmann, der in den 1990er Jahren während der Privatisierungswelle in Russland ein Vermögen machte. Er erwarb große Anteile an Unternehmen in verschiedenen Sektoren wie Energie, Medien und Automobilindustrie.
Beresowski nutzte seine Verbindungen zu politischen Entscheidungsträgern, insbesondere zu Präsident Boris Jelzin, um seine Geschäftsinteressen zu fördern. Er wurde zu einem der einflussreichsten Oligarchen Russlands und spielte eine bedeutende Rolle bei der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.
Seine Verbindung zum Machtzentrum in Russland war eng. Er hatte Zugang zu hochrangigen Politikern und nutzte seine Ressourcen, um politische Entscheidungen zu beeinflussen. Beresowski war ein enger Vertrauter von Präsident Jelzin und unterstützte ihn finanziell bei seinen Wiederwahlkampagnen. Diese enge Beziehung ermöglichte es ihm, seine Geschäftsinteressen weiter auszubauen und seinen Einfluss zu festigen.
Es ist wichtig anzumerken, dass Oligarchen in Russland oft enge Beziehungen zu politischen Eliten unterhalten, was ihnen Vorteile bei der Ressourcenallokation, bei der Beeinflussung von Gesetzen und bei der Vermeidung von strafrechtlicher Verfolgung verschafft. Diese enge Verbindung zwischen Wirtschaft und Politik wird oft als „staatlicher Kapitalismus“ bezeichnet.
Zusätzliche Informationen:
Boris Beresowski half Jelzin mit seinem Nachrichtensender ORT und anderen Aktivitäten wie Finanzspritzen beim Wahlkampf
Beresowski erhielt, aufgrund seiner engen Beziehung zu Jelzin, mehrere politische Ämter, wie zum Beispiel das Amt des Vizepräsidenten des Nationalen Sicherheitsrates(1996). 1997 musste er es direkt wieder abgeben, da er in Verdacht geriet, illegale Bankgeschäfte in Tschetschenien zu führen
Alischer Usmanov
Ein interessantes Fallbeispiel für den Aufstieg eines Oligarchen in Russland während der Regierungszeit von Präsident Putin ist der Oligarch Alisher Usmanov. Usmanov ist einer der reichsten Männer Russlands und hat enge Verbindungen zum russischen Machtzentrum.
Usmanov begann seine Karriere in den 1990er Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Er war in verschiedenen Branchen tätig, darunter Metallurgie, Telekommunikation und Medien. Durch geschickte Geschäftsentscheidungen und Investitionen konnte er ein beträchtliches Vermögen aufbauen.
Eine wichtige Phase in Usmanovs Aufstieg war seine Übernahme des metallurgischen Unternehmens Metalloinvest im Jahr 2000. Dies verlieh ihm beträchtlichen Einfluss im Metallsektor, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige Russlands. Durch seine Beteiligungen an anderen Unternehmen und strategische Allianzen festigte Usmanov seine Position als einer der einflussreichsten Akteure in der russischen Geschäftswelt.
Eine Schlüsselrolle spielte auch seine enge Beziehung zu Putin und anderen hochrangigen Politikern. Usmanov pflegte persönliche Verbindungen zu Mitgliedern der russischen Regierung und unterstützte Putin offen in seinen politischen Kampagnen. Diese Verbindungen ermöglichten es ihm, politische Unterstützung und Schutz für seine geschäftlichen Interessen zu erhalten.
Usmanov ist auch im Bereich der Medien aktiv. Er besitzt Anteile an verschiedenen russischen Medienunternehmen, darunter Zeitungen, Fernsehsender und Internetplattformen. Durch seine Medienbeteiligungen kann er Einfluss auf die öffentliche Meinung und die Berichterstattung über seine Geschäfte nehmen.
Obwohl Usmanovs Aufstieg mit Kontroversen und Vorwürfen der Korruption verbunden ist, konnte er seine Position als Oligarch während Putins Regierungszeit festigen. Seine enge Verbindung zum russischen Machtzentrum verlieh ihm eine gewisse Immunität und ermöglichte es ihm, seine wirtschaftlichen Interessen zu schützen und auszubauen.
Es ist wichtig anzumerken, dass das Beispiel von Alisher Usmanov nur eine spezifische Situation darstellt und es viele andere Oligarchen in Russland gibt, die auf unterschiedliche Weise in das Machtzentrum verwickelt sind. Der Aufstieg von Oligarchen und ihre Verbindungen zur politischen Elite sind komplexe Phänomene, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden und nicht auf einen einzelnen Fall reduziert werden können.
Oleg Deripaska
Oleg Deripaska ist ein bekannter russischer Oligarch, der seinen Aufstieg in Russland während der politischen und wirtschaftlichen Transformation der 1990er Jahre erlebte. Sein Vater war ein hochrangiger Beamter in der sowjetischen Regierung, was ihm möglicherweise einen gewissen Einfluss und Kontakte verschaffte.
Deripaska studierte an der Moskauer Staatlichen Universität für Bauingenieurwesen und begann seine Karriere in der Metallindustrie. Zu dieser Zeit war die Privatisierung von Staatsunternehmen in Russland im Gange, und viele Geschäftsleute nutzten diese Gelegenheit, um Vermögen zu erwerben. Deripaska gelang es, in diesem Umfeld erfolgreich zu agieren und eine beträchtliche Menge an Vermögen anzuhäufen, angefangen mit dem Aufkauf der meisten Anteile an einer sibirischen Aluminiumhütte.
Sein Durchbruch kam 1997, als er den Aluminiumhersteller RUSAL gründete und sich an anderen Metall- und Bergbauunternehmen beteiligte. Deripaska wurde schnell zu einem der einflussreichsten Figuren in der russischen Aluminiumindustrie und baute sein Imperium weiter aus, indem er fast die gesamte Kontrolle über die Produktionswege von Bauxit-Abbau bis hin zu Transport und Elektrizitätswerken erlangte, die seine Kosten enorm senkten. So konnte er sich gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzten und erwarb auch Beteiligungen an verschiedenen anderen Branchen wie Automobilherstellung, Finanzen und Medien.
Deripaskas enge Verbindungen zum russischen Machtzentrum spielten zweifellos eine Rolle bei seinem Aufstieg. Er pflegte enge Beziehungen zu hochrangigen Politikern und Beamten, insbesondere zur Regierung von Wladimir Putin. Es wird vermutet, dass er von Putin persönlich unterstützt wurde und dass diese Unterstützung ihm geholfen hat, seine wirtschaftliche Macht und seinen Einfluss weiter auszubauen.
Diese Verbindungen zum russischen Machtzentrum waren jedoch nicht ohne Kontroversen. Im Jahr 2006 geriet Deripaska in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit, als er in einen Konflikt mit dem kanadisch-russischen Geschäftsmann und ehemaligen Vorsitzenden von RUSAL, Michael Cherney, verwickelt wurde. Cherney behauptete, dass er ursprünglich Anteile an RUSAL gehalten habe und dass Deripaska ihm eine beträchtliche Summe schulde. Deripaska bestritt diese Anschuldigungen, und der Rechtsstreit dauerte mehrere Jahre an.
Außerdem konnte Deripaska durch Putins Unterstützung RusAL mit dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore und dem russischem Aluminiumunternehmen Sual fusionieren und so zum größten Aluminiumhersteller weltweit aufsteigen. Der Kreml und insbesondere Putin unterstützen so die Schaffung besonderer nationaler „Superkonzerne“, die sich auch international sehr gut behaupten können.
Zusätzliche Informationen: https://www.spiegel.de/wirtschaft/der-alu-prinz-a-6105a32a-0002-0001-0000-000050990572
Zusammenfassung:
- Oleg Deripaska, ein russischer Oligarch, stieg während der Transformation Russlands in den 1990er Jahren auf.
- Er baute sein Vermögen in der Aluminiumindustrie auf, insbesondere mit der Gründung von RUSAL im Jahr 1997.
- Deripaska hatte enge Verbindungen zum russischen Machtzentrum, insbesondere zu Wladimir Putin.
- Er genoss politische Unterstützung von hochrangigen Politikern und Beamten.
- Diese Verbindungen halfen ihm, seinen Einfluss in der Wirtschaft zu festigen und seine Geschäftsinteressen zu schützen.
- Deripaska wurde von Putin persönlich unterstützt und erhielt Zugang zu staatlichen Ressourcen und privilegierten Informationen.
- Durch seine Verbindungen zum Machtzentrum konnte er sein Imperium weiter ausbauen und Beteiligungen in verschiedenen Branchen erwerben.
- Es gab Kontroversen um seine Verbindungen und den Vorwurf undurchsichtiger Geschäftspraktiken.
- Trotzdem konnte Deripaska seinen Einfluss weiter ausbauen und wurde zu einer der einflussreichsten Figuren in der russischen Wirtschaft.
- Er fusionierte RUSAL mit anderen Unternehmen, um den größten Aluminiumhersteller weltweit zu schaffen, was auch Unterstützung vom Kreml erhielt.
- Der Kreml unterstützte die Bildung nationaler „Superkonzerne“, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Quellen
- Boris Beresowski:
ChatGPT von OpenAi: Fragestellung Boris Beresowksi: Erläutere bitte anhand eines Fallbeispiels den Aufstieg von Oligarchen in Russland und deren Verbindung ins russische Machtzentrum. - Informationen überprüft mit: https://de.wikipedia.org/wiki/Boris_Abramowitsch_Beresowski#In_Russland ; https://www.deutschlandfunk.de/paul-klebnikow-der-pate-des-kreml-boris-beresowski-und-die-100.html
- Alischer Usmanov:
ChatGPT von OpenAi - Oleg Deripaska:
ChatGPT von OpenAi; https://www.spiegel.de/wirtschaft/der-alu-prinz-a-6105a32a-0002-0001-0000-000050990572; https://de.wikipedia.org/wiki/Oleg_Wladimirowitsch_Deripaska
