BIP (Bruttoinlandsprodukt)

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Was ist das BIP

Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen (Zwischenprodukt) für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
= > Es ist also ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum.

Fürs BIP zählen nur die fertigen (End)Produkte, keine Zwischenprodukte, auch wenn sie für das Endprodukt dienen. 

Wachstumsquote : 

Ist eine prozentuale Veränderung des BIP im Vergleich zum Vorjahr.

Berechnung des BIPs

Entstehungsrechnung :

Ist eine Berechnungsmethode für das BIP und Bruttowertschöpfung (=Wert aller in einem bestimmten Zeitraum (z.B. 1 Jahr) produzierten Güter und Dienstleistungen, abzüglich der Vorleistungen).

-> Sie dient damit der Berechnung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft.

Bruttoproduktionswert  :

(Auch Produktionswert) ist die Summe aller produzierten bzw. fertig hergestellten Güter und Dienstleistungen einer Wirtschaftseinheit (=Unternehmen, Staat oder private Haushalte) bzw. einer Volkswirtschaft.

Abzüge bei der Berechnung :

Vom Bruttoproduktionswert werden Roh-, Betriebsstoffe, Abnutzungswert & Zwischenprodukte abgezogen, damit Doppelzählungen vermieden werden.

-> heißt: für das BIP zählt nur der Preis des Endproduktes, da in dem Endpreis/Preis des Endproduktes schon alle Nebenkosten abgedeckt/ beinhaltet sind (z.B. Bei einem Auto berechnet der Hersteller schon die Kosten, für die Autoteile, mit in den Verkaufs-/Endpreis ein )

BIP umfasst Materielle Güter: Lebensmittel, Kleidung, Autos, etc. .

BIP umfasst immaterielle Dienste: Haarschnitte, Hausreinigung, Arztbesuche

Wird nicht berechnet: Selbstversorgungswirtschaft im privaten Haushalt (=selbst produzieret und konsumierte Waren, da diese nicht übern Markt verkauft werden) , ehrenamtliche Tätigkeiten, Umweltschäden (Einsätze zur Behebung von Umweltschäden werden wiederum berechnet, z.B. Feuerwehreinsätze) , Verkauf von Gebrauchtwagen & illegaler Handel (z.B. Drogen )

-> stellt sich die Frage, ob deswegen Cannabis legalisieren werden soll? Für höheren BIP.

-> Umweltschäden: Vergiftung von einem Fluss durch Ölunfall wird nicht erfasst, wohl aber der Einsatz der Feuerwehr oder die Maßnahmen zur Reinigung des Ufers . Damit wird das Wachstum des BIPs erhöht, obwohl diese Ausgaben möglicherweise die Verschlechterung der Umweltqualitätsziele (=von der Gesellschaft bzw. Politik vorgegebene Zielsetzungen) nicht ausgleichen können.

-> Frage stellt sich : Werden dafür extra Umweltschäden verursacht ?

Alle Arten an Gütern werden zusammen gerechnet…

->Dabei werden z..B. Äpfel von Birnen nicht unterschieden . Auch Preise von  Dienstleistungen zählen  z.B. Haarschnitt und Gesundheitsversorgung, allerdings wird nur der End-/Marktpreis wird genutzt

->…zusammen gerechnet, innerhalb der geografischen Grenze des Landes & unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Selbst wenn französischer Staatsbürger in Deutschland arbeitet, zählt es für das deutsche BIP, solange er auf deutschen Grund  ist. Andersherum geht es genauso : Deutscher hat in Frankreich eine Firma -> zählt fürs französische BIP

->…während bestimmten Zeitabschnitt/-Intervall  gemessen (meist 1 Jahr)


BIP-Deflator :


BIP als Maßstab

BIP, kein guter Maßstab

Mit dem BIP werden die Wirtschaftsfaktoren gemessen, also wie viel wirtschaftlichen Umsatz das Land bekommt und je höher der Wert ist, desto höher ist auch das Bruttoinlandsprodukt. Durch ein höheres Bruttoinlandsprodukt kann der Staat auch mehr Ausgaben tätigen oder Schulden bezahlen, wodurch der Staat mehr Wohlstand bekommt. 

Allerdings werden viele Faktoren nicht mit einberechnet, wie zum Beispiel Freizeitfaktoren, also ob es Möglichkeiten gibt Freizeitaktivitäten auszuüben. Man kann auch ein höheres BIP bekommen durch eine Schnellstraße. Diese sorgt aber für Umweltverschmutzungen, die nicht mit einberechnet werden. Außerdem kann auch viel Lärm aufkommen, was als Störfaktor nicht mit beachtet wird. Es kann auch Verkehrsunfälle geben, bei denen Öl austritt, die dann alles verschmutzen. Es ist ebenfalls nicht klar, wie viel die Menschen arbeiten und wie viel sie dann noch zu Hause machen müssen. Die Unbezahlte Arbeit zählt auch nicht mit ein, sodass manche Menschen sich überanstrengen und überarbeitenden, aber das Land hat ein hohes BIP. Den Menschen des Landes geht es zwar auf sozialer Ebene nicht gut, aber wirtschaftlich sieht es top aus. Wenn die Personen sich noch ehrenamtlich betätigen, dann wird dies auch nicht mit einberechnet. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Wirtschaftsfaktoren nicht die Einzigen sind, die für Wohlstand eines Landes schließen. Man könnte die Fragestellung umändern in Wohlstand des Staates. Dann würde ich eher zustimmen. Bei Wohlstand des Landes sind die normalen Bürger auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene schlecht mit einbegriffen.

BIP, als guter Maßstab

Das wachsende BIP ist ein Ausdruck von steigenden Wohlstand, in Wirtschaftlicher Sicht.

Den Wirtschaftswachstum kann man mit der Änderung des Bruttoinlandsprodukts definieren, also auch als langfristige Zunahme des BIP’s.

Die Summe der produzierten ökonomischen Güter (Waren und Dienstleistungenen) in einer Volkswirtschaft, stellt den BIP dar. Sie werden von einer Periode zur nächsten gemessen und anhand dessen kann man das Wirtschaftswachstum messen.

Eine wachsende Wirtschaft bedeutet, dass die Menschen ein größeres Einkommen zur Verfügung haben. Außerdem steht den Verbrauchern eine größere Auswahl an Produkten und Dienstleistungen zur Verfügung. -> Dadurch nimmt die Kaufkraft zu, was wiederum dazu führt, dass das BIP steigt

Mit dem BIP wird also die Marktproduktion und das Markteinkommen gemessen. Es ist ein Vorteil zu sehen wie viel wirtschaftlichen Umsatz das Land hat, um auch Ausgaben zu tätigen, bzw. zu wissen wie viel Geld durch die Wirtschaft erarbeitet worden ist.

Auf den BIP wird zum Beispiel auch geschaut, wie tragfähig ein Land nach einer öffentlichen  Verschuldung ist. Ob ein Land in der Lage ist seine Schulden zurück zu zahlen, hängt von der Wirtschaftskraft ab, also dem BIP.
(…)

Nominales und Reales Bruttoinlandsprodukt 

Nominales Bruttoinlandsprodukt:

Es wird auf der Grundlage der jeweils aktuellen Marktpreise berechnet. Problem: Eine Veränderung des BIPs muss nicht allein durch die Zunahme oder Abnahme der Produktion, sondern kann auch durch Preisveränderung verursacht werden.

Reales Bruttoinlandsprodukt:

Es wird auf der Grundlage der Marktpreise eines bestimmten Basisjahres verrechnet. Es zeigt die wirkliche (reale) Veränderung der Wirtschaftskraft an, weil sich die Preisveränderungen nicht auf den Wert auswirken.

Der größte Unterschied zwischen den beiden ist, dass beim nominalen BIP die Inflation oder Deflation nicht berücksichtigt wird, beim realen BIP hingegen schon.

Berechnung nominales BIP:

Menge des Gutes * aktuelle Preise

Berechnung reales BIP:

Menge des Gutes * konstante Preise