Der erweiterte Wirtschaftskreislauf
Er zeigt die Verbindung aller relevanten Waren-, Geld- und Leistungsströme. Der erweiterte geht im Vergleich zum einfachen Kreislauf davon aus, dass die Haushalte Ersparnisse bei der Bank anlegen, die dann von der Bank zur Finanzierung von Krediten genutzt wird.

Kapitalsammelstellen sind auch Banken ; Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/c0/Offener_wirtschaftskreislauf.svg ; die Quelle wurde verändert
Geldströme
Der Staat gibt gewissen Unternehmen Subventionen, entweder in Form von direkter finanzieller Hilfe (Investitionen), oder in Form von Steuervergünstigungen. Dadurch hilft der Staat Unternehmen bei der Existenzerhaltung. Außerdem werden diese Subventionen getätigt um bestimmte Wirtschaftsbereiche zu fördern (Bsp. grüne Energie). Allerdings bringen diese Subventionen auch Nachteile mit sich, denn sie verfälschen das Marktgeschehen.
Unternehmen zahlen dem Staat verpflichtende Steuern. Einerseits gibt es Ertragssteuern, die auf den Gewinn des Unternehmens bezogen wird.
Außerdem gibt es noch Verbrauchssteuern, die zu den indirekten Steuern zählen, weil sie auf eine bestimmte Ware verpflichtet behoben werden. Beispiele dafür sind Tabaksteuer oder Kaffeesteuer. Unternehmen übertragen diese zusätzliche Steuerlast meist auf den Konsumenten, wodurch der Preis des Endprodukts teurer wird.
Substanzsteuern versteuern das Vermögen/den Besitz eines Unternehmens. Beispiele für Substanzsteuern: Vermögenssteuer, Grundsteuer, Kraftfahrzeugsteuer.
Geld- und Warenströme zwischen Unternehmen und Ausland: Die Unternehmen exportieren ins Ausland, um als Gegenleistung Geld für diese Waren zu bekommen. Andererseits importieren Unternehmen Güter, die zur Produktion benötigt werden, dagegen fallen Importzahlungen an. Außerdem zahlen Unternehmen Lohn und Gehälter ins Ausland. Das kommt zum Beispiel vor, wenn Gastarbeiter in diesen Unternehmen arbeiten, oder wenn Unternehmen Standorte im Ausland haben, wo dann Steuern und Gehälter anfallen, die ans Ausland gehen.
Quellensammlung: https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20798/subventionen ; Urheber: bpb.de ; Subventionen
Veränderungen der Geld- und Warenströme führen zu Auswirkungen auf die Akteure des Witschaftskreilaufs.
Wenn der Staat zum Beispiel die Steuern für Unternehmen und Haushalte erhöhen würde, hätte der Staat dadurch ein höheres Kapital, das er dazu nutzen könnte um Transferzahlungen, wie zum Beispiel Kindergeld, zu erweitern. Außerdem könnte der Staat dadurch höhere Zinsen an der Kapitalsammelstelle erlangen. Die Haushalte und Unternehmen zahlen dadurch höhere Steuern und haben dadurch ein geringeres Einkommen. Das führt dazu, dass die Kaufkraft der Haushalte und Unternehmen sinkt, da weniger Kapital vorhanden ist. Dadurch machen die Unternehmen weniger Gewinn, da der Konsum der Haushalte zwangsläufig sinkt. Außerdem haben die Unternehmen dann auch weniger Geld zur Verfügung, um Produktionsstellen zu erweitern. Dadurch sinkt das BIP, wodurch die Konjunktur gedämpft werden könnte. Denn eine Dämpfung der Konjunktur könnte der Grund des Staats für eine Steuererhöhung sein, dadurch kann man das Wirtschaftswachstum möglichst gleichmäßig halten.
Welche Auswirkungen eine unausgeglichene Handelsbilanz auf die Waren und Geldströme des Wirtschaftskreislaufes einer Volkswirtschaft hat.
Eine nicht ausgeglichene Handelsbilanz bedeutet, dass ein Land mehr Produkte aus dem Ausland importiert als es selbst ins Ausland exportiert, dies wird auch als Handelsbilanzdefizit bezeichnet.
Durch die fehlenden Exporte verliert das Land mehr Geld durch die Importe als es durch Exporte verdient und dadurch fehlt Geld für Investitionen von Unternehmen die für diese Exporte verantwortlich sind. Außerdem entfallen dadurch viele Arbeitsstellen da eine hohe Exportzahl eine große Produktion benötigt und dadurch Arbeitsplätze schafft.
Durch die unausgeglichene Handelsbilanz Importiert ein Land deutlich mehr Waren als es Waren exportiert.
Durch den Unausgeglichenen Geldstrom kann sich ein Land vor allem aus längerer Sicht schnell verschulden und so die Geldströme teilweise stark verlangsamen oder dazu führen das Staatliche Ersparnisse oder weitere Kredite genutzt werden müssen um die Verluste auszugleichen.
Außerdem werden dadurch Unternehmen geschwächt die weniger Aufträge haben und insgesamt weniger Produzieren, da sie weniger in das Ausland exportieren können.
Ein Beispiel für eine unausgeglichene Handelsbilanz ist das Import-Export Verhältnis zwischen den USA und ihren Handelspartnern. Sie importieren deutlich mehr Produkte aus vielen verschiedenen Ländern als sie an diese Länder exportieren. Ein paar Beispiele für diese Länder wären Deutschland mit einem Überschuss von ca. 50 Milliarden oder China mit 312 Milliarden aber zu der unausgeglichenen Handelsbilanz gehören noch viele weitere Länder.
Quellen: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19653/handelsbilanz/; https://de.wikipedia.org/wiki/Handelsbilanz; https://www.juraforum.de/lexikon/handelsbilanz
Quelle Titelbild: https://pixabay.com/de/illustrations/wirtschaft-finanzen-erfolg-business-1792514/

