Grünes Wachstum
Definition: Der Begriff „grünes Wachstum“ bedeutet, dass Wirtschaftswachstum und Umweltschutz kombiniert werden. Um diese Transformation zu erreichen müssen die beiden Bereiche voneinander entkoppelt werden müssen, um sich nicht zu beeinflussen.

Informationen
Wirtschaftsleistung muss von Umweltverschmutzung getrennt werden
-> Wachstum soll trotz Reduzierung ökologischer Belastungen steigen
Wirtschaftswachstum ist ein wichtiges politisches Ziel
Grünes Wachstum noch umstritten
-> Jedoch essenziell für Verringerung der Umweltschäden
Relative Entkopplung: BIP wächst schneller als Umweltindikatoren (bspw. Ökologischer Fußabdruck, Emissionen)
Absolute Entkopplung: ökologische Belastung sinkt und Wachstum steigt
Instrumente zur Entkopplung:
- Ressourcenverbrauch muss verringert werden
- Eindämmung von Kohlenstoffemissionen
- Technische Innovationen
- Nachhaltige Produkte und Produktionsprozesse
Pro und Contra:
Wie auch die anderen Wachstumsformen birgt die Transformation zu einem „grünen Wachstum“ ebenfalls Vorteile und Nachteile.
Pro:
- Wie auch die anderen Wachstumsformen birgt die Transformation zu einem „grünen Wachstum“ ebenfalls Vorteile und Nachteile.
- durch umweltfreundlichere Gasgewinnung kann viel Kohle gesparrt werden
- Grüne Technik kann Güter effizienter herstellen, dadurch könnten diese günstiger werden
- durch günstigere Güter entsteht Mehrverbrauch, da mehr grüne Güter konsumiert werden
- durch ökoeffiziente Technik, erneuerbare Energien und Recycling könnte die Belastung der Umwelt durch das Wirtschaftswachstum verringert werden
Contra:
- Ge- und Verbote sind nötig, also müssen gewisse Einschränkungen erfolgen
- Andere Arten von Gasgewinnung wie beispielsweise Fracking werden als ökologisch Bedenklich angesehen, da diese viele Risiken, wie Verunreinigung von Grundwasser mit sich bringen
Weitere Kritik:
Das Konzept vom Grünen Wachstum wird von vielen Wissenschaftlern bezweifelt und sogar widerlegt. Es heißt, dass die Weltwirtschaft in den Jahren in Sachen Effizienz weit gekommen ist.
Zwischen den Jahren 1965 und 2015 fiel die Kohlestoffintensität der Weltwirtschaft um knapp 260 Gramm CO₂ Es entweichen trotzdem bis heute 60% CO ₂ mehr in die Atmosphäre als 1990. Das bedeutet konkret, dass die Bevölkerung zwar Fortschritte in der Effizienz gemacht hat, aber dennoch immer mehr Energie verbraucht. Grund hierfür ist die wachsende Weltbevölkerung, da der Energieverbrauch des einzelnen Menschen ungefähr gleich bleibt, jedoch immer mehr Menschen Energie verbrauchen. Der sogenannte Rebound- Effekt ist ebenfalls ein Grund für den steigenden Energieverbrauch. Denn sobald Güter und Dienstleistungen günstiger werden, wird Geld gespart, dass an einer anderen Stelle ausgegeben wird für andere Aktivitäten die Energie verbrauchen. Als Beispiel könnte man hier Heizungen und Reisen gegenüber stellen. Sobald der Verbraucher weniger Geld für Heiztemperatur zahlt, spart er Geld. Dieses Geld kann somit in eine Reise und einen Flug investiert werden. Ein Flug von Düsseldorf nach New York verbraucht ca 4t CO₂, das nicht ausgestoßen werden würde wenn das Gut, die Energie, nicht günstiger geworden wäre.
Freier Markt
Definition
Der Freie Markt ist ein Handelsplatz , auf diesem können Anbieter und Käufer frei handeln , ohne dass der Staat eingreifen kann. Der Markt kann also selbst bestimmen und entscheiden wie viel von etwas produziert und gekauft wird. Das ist die Grundidee von ‚‚Angebot und Nachfrage ’’.
Pro&Contra
Pro: •Der Einzelne kann sich in Bezug auf seine Berufswahl und Vertragsfreiheit vollständig entfalten . Außerdem gibt es keine Wirtschaftlichen Einschränkungen
Contra :•Da es keine Wirtschaftlichen Einschränkungen gibt , wird nur nach Leistungen bezahlt woraus dann ein Wettbewerb entsteht . Natürlich gibt es auch keine soziale Absicherungen
Der freie Markt und die Umwelt
Anders als von vielen vermutet gilt der Kapitalismus nicht als umweltschädigend. Verglichen mit sozialistischen Ländern weisen kapitalistische Industrieländer weitaus umweltfreundlichere Entwicklungen, Entfaltungen und Nachfragen auf.
Zu begründen ist dieses Phänomen, da die meisten kapitalistischen Länder auf der Basis eines demokratischen Regierungssystems bestehen und sich somit alle Bürger umweltpolitisch engagieren können und eine deutliche Nachfrage nach Umweltschutz seitens der Bevölkerung sichtbar und umsetzbar wird.
Außerdem kann in kapitalistischen Industriestaaten viel Energie und auch Kapital in neue Innovationen und Entdeckungen investiert werden. Neue, noch ungeprüfte Entdeckungen können erforscht und entwickelt werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen und somit neue, umweltschützende Technologien zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Als Beispiel kann hier das Elektroauto genutzt werden, dessen konkreter Einfluss auf die Umwelt noch nicht sicher erforscht werden konnte, jedoch eine vielversprechende Chance auf umweltfreundlichen Transport darstellt.
Zur Umsetzung dieser Forschung und Innovation ist der freie Markt essentiell, da er als “Entdeckungsverfahren” (Friedrich August von Hayek) als unverzichtbar gilt. Firmen und Institutionen erhalten durch den freien Markt die Gelegenheit der Nachfrage der Bevölkerung nach umweltschützenden Maßnahmen und Entwicklungen nachzukommen.
Degrowth Konzept
Ziel
den Bedarf aller Menschen decken und gleichzeitig die ökologischen Grenzen des Planeten einzuhalten, durch Suffizienz (-> das Bemühen um einen möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch.) und das Common-Konzept (->Statt Eigentum anzuhäufen, verlagert sich das Wirtschaften auf Allgemeingüter: tauschen & teilen, schenken & verleihen, sowie gemeinschatlicher Besitz. (…) => Wirtschaft(licher Ausstausch) innerhalb/unter den Privathaushalten)
Nötige Hilfe von der Politik:
Senkung des Ressourcenverbrauchs in Deutschland.
Die Entwicklung einer Strategie für ein nachhaltiges und soziales Wirtschaftssystem, dass nicht auf ständiges Wachstum setzt.
Lebensstile zu ermöglichen, die nicht auf Kosten anderer gehen.
Die Produkte sollen ihren „wahren Preis“ abbilden, damit Produzenten und Konsumenten Umweltkosten, inklusive aller verursachten Umweltschäden selbst bezahlen.
-> Im Moment werden viele Kosten, die durch Umweltschäden entstehen auf die Gesamtgesellschaft umgelegt, von den Steuerzahler*innen getragen oder in die Zukunft verlagert – zu Lasten von Mensch, Tier und Umwelt.)
Aktuelle Ziele die zu Problemen führen:
BIP (->misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), also ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum)
-> Dieser Wert soll steigen, unabhängig davon, ob wir die dafür hergestellten Güter wollen und brauchen (Bildung, Windkraftanlagen, Fahrräder) oder eher nicht (Werbung, Fastfood, Schönheitsoperatione, Waffen) und unabhängig davon, welche sozialen und ökologischen Schäden damit verbunden sind.
Rebound-Effekt
Kritik an grünem Wachstum:
Der Einsatz ökoeffizienter Technik, die Nutzung erneuerbarer Energien und das Recycling von Wert- und Rohstoffen kann dabei helfen Umweltverschmutzung, Emissionen und Ressourcenverbrauch zu verringern
Aber: grundsätzlicher Zusammenhang zwischen Menge an wirtschaftlicher Produktion und an dem Umweltverbrauch wird nicht aufgehoben
-Grüne Technik kann abschwächen aber nicht „umweltneutral“ machen
-Grüne Technik ermöglicht effizientere und damit billigere Bereitstellung eines Gutes oder einer Dienstleistung —> Mehrverbrauch (Rebound Effekt)
-Reboundeffekt sorgt für anteilig oder ganz verlorene Einsparungen oder sogar zu einem Mehrverbrauch (backfire Effekt)
-Grüne Technik bietet Rechtfertigung für den Einsatz fragwürdiger ökonomischer sowie politischer Instrumente und die Inwertsetzung von Natur als auch die Legitimation für die Entwicklung und die Nutzung neuer, riskanter Techniken
-Sorgt wohlmöglich für Gemeinsames darüber bestimmen, anstatt nur den Market entscheiden zu lassen
Lösung:
Verminderung des Materialdurchsatzes der Wirtschaft in den reichsten Ländern.
Ressourcenhungrige Bereiche der Wirtschaft, die nicht sozialökologisch umgebaut werden können, solle herunterfahren.
=> Materialien in reiche Länder sollen vermindert & besser verteilt werden, dafür sollen arme Länder, die ohne hin schon „ressourcenhungrig“ sind und sich aufgrund ihres schlechten Standes nicht mehr entwickeln können, heruntergefahren werden.
